transpirenaicaNach der Tour durch Cornwall/Devon und Wales war noch etwas Urlaub übrig, eine gute Gelegenheit, auch heißere und trockenere Gefilde aufzusuchen. Bei der Spanien-Durchquerung 2014 hatte ich bereits drei Etappen der Transpirenaica mit großem Genuss absolviert, jetzt wollte ich die gesamte Strecke vom Mittelmeer zum Atlantik abfahren. Zusammen mit Jessica nahmen ich das Projekt in Angriff, über Stock und Stein von Port Bou nach Hondarribia zu radeln. Die Anreise per Bahn ging schnell und war gar nicht sehr kompliziert. Entscheidend ist, frühzeitig die raren Fahrradplätze im TGV (von Straßburg nach Avignon) zu ergattern.

Aus verschiedenen Gründen mussten wir am Anfang und am Ende je ein Stückchen weglassen. Schließlich überwanden wir in 11 Tagen 800 Kilometer Strecke und 17.000 Höhenmeter von Perpignan nach St. Jean Pied-de-Port.

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Panorama vom Rifugi dels Rasos

Panorama vom Rifugi dels Rasos

26. September 2016 Reisen

tour-cornwall-walesNach zwei Jahren Pause endlich wieder eine große Radtour: Die erste Fahrt mit meinem neuen Reise-Mountainbike (mit Nabenschaltung und Zahnriemen) geht zur Abwechslung in den Norden, erst um Devon und Cornwall herum, dann entlang der Bergketten durch Wales. Mit Wolkendecken, Nebel und Regen war also diesmal zu rechnen – so war es auch, aber es hätte schlimmer kommen können.

Anreise durch Frankreich mit dem TGV hat gut geklappt, dann mit der Fähre von Le Havre (schöne Stadt!) nach Portsmouth, von dort per Regionalbahn zum Startpunkt Exeter. Zwei Tage durchs Dartmoor nach Plymouth, dann immer entlang der Steilküste durch Falmouth über Lizard Point bis Lands End, weiter nordöstlich über St. Ives, Newquay, Padstow, Tintagel, Bude, Bideford, Barnstaple nach Lynton am Bristol Channel. Auch hier entlang der Steilküste waren schon viele Höhenmeter zu bewältigen, mitunter deftig steil bei der Wiederauffahrt von der Küste zum Plateau. In einer schönen Tagestour durch das Exmoor nach Bridgwater, um schließlich ufernah über Clevedon und Portishead zur alten Severn Bridge zu gelangen. Damit war der England-Teil der Strecke beendet.

In Wales erstmal die amazing Brecon Beacons, very crazy mit dem Bike im Vollnebel auf den Pen y Fan (886m), ein wenig Zickzack nach Swansea zur beautiful Gower Halbinsel, zurück über die Beacons nach Brecon, und dann straight north immer den Bergketten folgend übers Elan Valley, Cwmystwyth, Cadair Idris (893m), Machynlleth, Dolgellau zum und auf den Snowdon (1085m). Zum Abschluss nach Bangor, mit Blick auf die Insel Anglesey, für deren Besuch die Zeit nicht mehr ausreichte, und ab zur Weltkulturerbestadt Conwy, dem Endpunkt der Reise. Rückfahrt mit dem Zug nach Hull, Fähre, Zeebrugge und von dort mühsamste Eisenbahnzuckelei zurück nach Darmstadt. 6 Kilo Gewichtsverlust, es hat sich gelohnt!

Dauer: 30 Fahrtage
Strecke: 1719 km (65 km/Tag)
Höhendifferenz: 28.400 Meter (1074 m/Tag)
Fahrzeit: 158 Stunden (6:00 h/Tag)
Durchschnittsgeschwindigkeit: 10,9 km/h

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15. August 2016 Reisen

20140717_000002-karte-komplette-routeVon 2011 bis 2013 war ich in 3 einmonatigen Etappen von Darmstadt bis auf den Ätna in Sizilien gefahren. Das hat mich auf den Geschmack gebracht, im heißen, aber trockenen mediterranen Sommer auf Tour zu gehen. Natürlich mit viel Gebirge, damit die Aussicht besser und es ein wenig kühler ist.

Die Durchquerung der Iberischen Halbinsel im Sommer 2014 führte mich von Perpignan über einen Abschnitt der Transpirenaica (Puigcerdá nach Barruera) weiter ins Ebro-Tal nach Lleida. Auf der zentralen Hochebene ging es durch Cuenca, Teruel und Toledo. Letzte Etappe im spanischen Teil war die Extremadura mit den Städten Cáceres und Badajoz. Von dort bereiste ich zum ersten Mal Portugal, und durchfuhr in den letzten drei Tagen der Tour den Alentejo. Krönender Abschluss war ein einwöchiger Aufenthalt in Lissabon.

Die Anreise nach Perpignan mit dem Zug (ab Genf ohne Buchung per Nahverkehr) war einfach und angenehm. Für die Rückfahrt musste ich länger suchen, bis ich ein Busunternehmen fand, das Fahrräder mitnimmt. Zugverkehr nach Spanien gibt es so gut wie gar nicht, fliegen war viel zu teuer. Dadurch verlängerte sich der Aufenthalt in Lissabon um drei Tage – es gibt Unangenehmeres.

Dauer: 27 Fahrtage + 6 Tage Lissabon
Strecke: 2139 km (79 km/Tag)
Höhendifferenz: 26.400 Meter (980 m/Tag)
Fahrzeit: 176 Stunden (6:30 h/Tag)
Durchschnittsgeschwindigkeit: 12,2 km/h

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27. August 2014 Reisen

20140623_214506 Schlafplatz im Hahnenbachtal

Schlafplatz im Hahnenbachtal

Zur Vorbereitung auf die Spaniendurchquerung im Juli und August bin ich vom 22.-25. Juni auf dem Soonwaldsteig von Bingen nach Kirn gefahren, und von dort über den Donnersberg nach Worms.

Der Soonwaldsteig ist ein Wanderweg in 6 Etappen (knapp 100 km, 2700 Höhenmeter), der sich per MTB gut in zwei Tagen bewältigen lässt. Einzelne Stellen sollte man besser umfahren. Übernachtung: (1) in der Schutzhütte auf dem Schanzerkopf und (2) auf einer Wiese im Hahnenbachtal.

Die Landschaft zwischen Kirn und Rockenhausen am Fuß des Donnersbergs ist von großen, landwirtschaftlich genutzten Hügeln geprägt, auf denen aber auch größere Waldgebiete existieren. Auch dort kommen auf einer Strecke von gut 50 km etwa 1500 Höhenmeter zusammen.

Die Auffahrt auf den Donnersberg, mit 687 Metern der höchste Punkt der Tour, ist eher unspektakulär, ganz im Gegensatz zu dem Ausblick vom Königstuhl.

Tracks: Soonwaldsteig, Kirn – Donnersberg – Worms

 

28. Juni 2014 Reisen

20130613_102534 Auffahrt zum Ätna

Auffahrt zum Ätna

Reise mit dem Mountainbike im Mai/Juni 2013 als Fortsetzung meiner Italienfahrt 2012 von San Benedetto di Tronto durch die Abruzzen zum Vesuv, nach Pompei, durch Kampanien, den Pollino-Nationalpark und Kalabrien zum Ätna auf Sizilien. Auf der Rückreise ab Catania war noch ein eintägiger Besuch in Venedig auf dem Programm.

 

 

 

Dauer: 27 Fahrtage
Strecke: 1.866 km (69 km/Tag)
Höhendifferenz: 34.000 Meter (1.260 m/Tag)
Fahrzeit: 166 Stunden (6:08 h/Tag)
Durchschnittsgeschwindigkeit: 11,6 km/h

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30. Juni 2013 Reisen

20120718_113628 Single Trail auf dem Bergrücken

Single Trail entlang dem ligurischen Küstengebirge

Einmonatige MTB-Radreise im Juli/August 2012 als Fortsetzung der E1-Radtour im Vorjahr über den ligurischen, den tosko-emilianischen und umbrischen Apennin, um den Lago Trasimeno herum zu den Monti Sibillini. Los gings in Savona, die Rückreise per Zug begann in Spoleto.

Dauer: 27 Fahrtage
Strecke: 1.514 km (56 km/Tag)
Höhendifferenz: 34.300 Meter (1.270 m/Tag)
Fahrzeit: 162 Stunden (6 h/Tag)
Durchschnittsgeschwindigkeit: 9,4 km/h

 

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15. August 2012 Reisen

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Abfahrt in Darmstadt

Lange hatte ich mich mit der Idee getragen, eine Langstreckentour mit dem Mountainbike einfach in Darmstadt zu beginnen. Ohne GPS bot es sich an, einem Langstrecken-Wanderweg zu folgen, der von Norddeutschland kommend an Darmstadt vorbei bis nach Genua führt.

In Deutschland führte die Route über den Odenwald, durchs Kraichgau und auf dem Westweg durch den Schwarzwald bis nach Konstanz. Dort war es oft möglich, in Wanderhütten zu übernachten. Später musste ich meistens das Zelt aufschlagen.

Weiter ging es durch die Ostschweiz nach Rapperswil am Zürichsee, das Reusstal hoch, über den Gotthard-Pass ins Tessin, entlang des Ticino in die Po-Ebene hinunter und schließlich über den Appenin ans Mittelmeer nach Genua. In dieser schönen Stadt blieb ich einige Tage, bevor der Nachtzug über die Alpen mich nach Hause brachte.

Dauer: 28 Fahrtage
Strecke: 1.722 km (61 km/Tag)
Höhendifferenz: 24.500 Meter (874 m/Tag)
Fahrzeit: 161 Stunden (65:45 h/Tag)
Durchschnittsgeschwindigkeit: 10,1 km/h

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1. Juli 2011 Reisen